Begegnung mit der unsichtbaren Welt



Einzigartige Weltsammlung

Öffnungszeiten

Täglich von 14 bis 18 Uhr 

Gruppen: 9 Uhr - 21 Uhr, Buchung 10 Tage im Voraus erforderlich.

Das Château Vodou ist ein privat geführtes und gemeinnütziges Museum, das die größte Sammlung westafrikanischer Voodoo-Objekte der Welt beherbergt. Zur Freude der Besucher ist die Dauerausstellung des Museums in einem prachtvollen, originalen Wasserturm aus dem Jahr 1878 untergebracht. 

Fernab von Klischees ist Vodou in erster Linie eine Religion, die aus Westafrika stammt. Sie umfasst ein breites Spektrum an Praktiken und Glaubensvorstellungen, deren Ziel es ist, die Harmonie zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt aufrechtzuerhalten. Sie bietet einen Rahmen für wichtige Lebensereignisse und zielt darauf ab, Krankheiten zu heilen. 

Dies ist nur eine Einführung, es gibt noch so viel mehr zu erzählen! Kommen Sie und besuchen Sie uns in Straßburg und entdecken Sie Hebieso (den Gott des Donners), Mami Wata (die Göttin des Ozeans), Aguin (den Geist der Savanne) und all die anderen Gottheiten des Vodou-Pantheons. 

* Geeignet für ein jüngeres Publikum

Der Begriff “Vodou” wird in Benin als “Vodoun”, in Haiti als “Vaudou” und in Louisiana, wo er noch praktiziert wird, als “Voodoo” geschrieben. Diese unterschiedlichen Namen spiegeln die verschiedenen Traditionen wider, die sich lokal entwickelt haben. Heute schätzen Spezialisten, dass es weltweit schätzungsweise 200 Millionen Vodou-Praktizierende gibt, wenn man alle verschiedenen Traditionen berücksichtigt.

DAUERSTELLUNG :

Das Unsichtbare sehen: das Lager enthüllt

Sonderausstellung vom 16. Oktober 2025 bis 22. Juni 2026

In einem Museum unterscheidet sich ein ausgestelltes Objekt von einem aufbewahrten Objekt lediglich durch eine Vitrine.
Nach einer umfassenden Reorganisation seiner Lagerräume lüftet das Château Vodou den Schleier über das, was hinter den Kulissen passiert.
Die Lagerräume, die oft unzugänglich sind und als Orte wahrgenommen werden, an denen Gegenstände lediglich aufbewahrt werden, sind in Wirklichkeit das Herzstück eines Museums. Sie ermöglichen die Konservierung, Erforschung und Vermittlung.
Im Durchschnitt werden dort mehr als 851 Objekte einer Sammlung aufbewahrt, die als ‘zu empfindlich’, ‘nicht zum Thema gehörend’ oder ‘in Erwartung weiterer Informationen’ eingestuft werden.

Mit dieser neuen Ausstellung zielt das Museumsteam darauf ab, die Prinzipien des Kulturerbeschutzes, die technischen Einschränkungen von Lagereinrichtungen, die entscheidende Rolle des Inventars sowie die ethischen Fragen und Kontroversen, die derzeit unsere Praktiken beeinflussen, zu behandeln.
Welche Rolle spielt ein Museum? Woher stammt die Sammlung des Vodou-Museums? Wie können wir Objekte aus organischen Materialien erhalten, die teilweise verderblich, teilweise heilig sind, und wie können wir über sie sprechen? Wie viel des Unsichtbaren tragen wir in uns, selbst in einem Museum? Was kann wie lange erhalten werden? Können alle Objekte ausgestellt werden? Und wem gehören sie wirklich? Wie lassen sich strenge Museumsstandards mit ökologischen Imperativen in Einklang bringen?

Anhand der Geschichte der Arbogast-Sammlung tauchen wir ein in die Geografie und Geschichte des Vodoun. Jedes Objekt erzählt eine vielschichtige Geschichte, in der sich lebendige Praktiken, westliche und afrikanische Perspektiven sowie museografische Entscheidungen miteinander verflechten.
Unterwegs werden die Besucher eingeladen, die eigentliche Mission des Museums zu hinterfragen. Denn Sammeln, Erklären und Ausstellen sind keine neutralen Aktivitäten. Sie stellen ein Engagement dar, manchmal auch ein Dilemma. Als selbstfinanziertes Gemeinschaftsmuseum nimmt das Château Vodou seine Einzigartigkeit an: Es bewahrt einen Schatz des kollektiven Gedächtnisses, ein fragiles Erbe lebendiger Kulturen in einem denkmalgeschützten Gebäude mit begrenzten Mitteln.
‘Das Unsichtbare sichtbar machen’ ist zugleich Ausstellung, Untersuchung und Einladung, gemeinsam über den Stellenwert unseres Kulturerbes – heute und morgen – nachzudenken.

A. Beck 

Die Sonderausstellung ist auf Englisch verfügbar




Ein Privatmuseum

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